So geht´s: Sichere Passwörter erstellen

Sicherheit im Internet fängt mit sicheren Passwörter an. Trotzdem sind die meistgenutzten Passwörter haarsträubend trivial: „123456”, gefolgt von „123456789”. Auch „password” ist kein gutes Passwort, ebensowenig wie „admin”, „qwertz”, der Name Ihrer Kinder, des Hundes oder der Stadt in der Sie wohnen.

Hinweis: Passwörter, die Sie auf gar keinen Fall verwenden sollten, finden Sie z. B. in diesem Eintrag der Wikipedia.

Verwenden Sie auf keinen Fall immer das gleiche Passwort. Leider ist es manchmal so, dass wir dann aufgefordert werden, uns ein neues und sicheres Passwort auszudenken, wenn die Situation gerade dies nicht zulässt. Und schwupp tippen wir wieder „Amelie1974” ein. Eine persönliche Passwort-Strategie kann Ihnen in diesem Fall helfen.

Übrigens: Wenn Sie herausfinden möchten, ob einer Ihrer Account kompromittiert wurde, können Sie dies auf der Website Have I Been Pwned prüfen.

Passwortstrategien

Generell gilt, dass keine leicht merkbaren Zeichenfolgen wie Wiederholungen und Tastaturmuster und keine persönlichen Informationen in den Passwörtern verwendet werden sollen. Außerdem sollte das Passwort mindestens 8 Zeichen haben, gerne auch mehr, und aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen.

Hinweis: Vermeiden Sie die Umlaute ü, ö und ä und auch das scharfe ß. Eventuell müssen Sie das Passwort auf einer ausländischen Tastatur eingeben, auf der Sie diese Zeichen nicht finden. Auch Mailprogramme können manchmal nicht mit Umlauten in Passwörtern umgehen.

Jetzt aber zu verschiedenen Möglichkeiten, mit denen Sie leicht ein sicheres Passwort generieren können. Ich zähle hier drei Methoden auf, aber vielleicht finden Sie Ihren eigenen Weg, spielerisch sichere Passwörter zu generieren.

Methode 1:

Sie erinnern sich gut an Gedichte aus der Schulzeit und können Texte auswendig? Nehmen Sie ein paar Wörter des Textes oder die einige Zeilen eines Gedichts, sammeln Sie die ersten Buchstaben und ersetzen Sie einzelne Zeichen durch Zahlen und Sonderzeichen. Übernehmen Sie aber nicht unbedingt die bekannten ersten Zeilen - so wie in dem Beispiel, sondern ein Stück Text aus der Mitte.

Beispiel:
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;

Daraus wird nun: WrssdNuW?EidVmsK;
Netterweise liefert dieser Gedichteanfang schon ein paar Sonderzeichen und wir ersetzen nur noch das „E” durch eine „3” und bekommen dann

WrssdNuW?3idVmsK;

Methode 2

Suchen Sie sich einen Pool an Wörtern, die Ihnen geläufig sind, zu denen Sie einen Bezug haben. Das können z. B. New Yorker U-Bahn-Stationen sein; Namen von Sehenswürdigkeiten, die Sie besucht haben; Wörter aus einem wissenschaftlichen Fachgebiet oder etwas aus Ihrer Lieblingsserie. Diese Wörter wandeln Sie mit Zahlen und Sonderzeichen in Passwörter um.

Aus Lower East Side wird L0w3er_3ast_S!de
Aus Piccadilly Circus wird P!ccad1lly_C!rcus
Aus Balkenspiralgalaxie wird Balk3ensp!ralgalax!3

Methode 3

Bei der dritten Methoden setzen Sie Wörter zusammen, die möglichst in keinem Zusammenhang stehen. Suchen Sie drei Wörter zufällig zusammen, übersetzen Sie ein oder zwei in andere Sprachen und würzen Sie wieder mit Sonderzeichen und Zahlen.

Aus Juli, Schaukel und Hamster wird so: JulySw!ng+Hamst3r

Da Menschen gerne in Mustern denken, ist es bei dieser Methode hilfreich, wenn Sie in Wörterbuch nehmen und zufällige Worte herauspicken. Oder Sie machen es ganz spielerisch mit einem Würfel und einer Wortliste. Bei Wikipedia sind verschiedene Wortlisten verlinkt, die sie abspeichern oder ausdrucken können.

Die Sicherheit eines Passworts können Sie online prüfen. Geben Sie aber besser nicht Ihre tatsächlichen Passwörter ein, nehmen Sie diese Tools nur, um Ihre Methode zu überprüfen:

Weitere Infors zu sicheren Passwörtern

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